Aktuelles Thema

Hämorrhoiden:
Arzneimittel vom Markt genommen

 

Verwenden Sie Arzneimittel zur Behandlung von Hämorrhoiden und kaufen diese in der Apotheke? Dann kann es Ihnen passieren, dass Sie ihr gewohntes Mittel ab sofort nicht mehr erhalten.

 

Denn aktuell werden Medikamente mit einem Wirkstoff namens Bufexamac vom Markt genommen, darunter auch mehrere Produkte zur Behandlung von Hämorrhoiden.

 

Die Wirksamkeit von Bufexamac ist nicht ausreichend nachgewiesen, außerdem besteht ein hohes Risiko für allergische Reaktionen.

 

Zur Behandlung der Symptome von Hämorrhoiden gibt es jedoch gute Alternativen.

 

Sehr wirksam ist z. B. der Wirkstoff Lidocain-HCl, der zu einer sehr raschen Linderung der Schmerzen und des Juckreizes führt. Durch seinen entzündungshemmenden und abschwellenden Effekt wirkt Fluocortolon-21-pivalat langfristig Schmerzen und Juckreiz entgegen. Besonders wirksam sind Arzneimittel, die diese Wirkstoffe in kombinierter Form enthalten. Damit wird sowohl eine rasche Besserung der akuten Beschwerden als auch eine lang anhaltende Linderung erreicht.

 

Da diese hochwirksamen Arzneimittel in der Apotheke nicht ohne Rezept abgegeben werden, brauchen Sie eine entsprechende Verordnung von Ihrem behandelnden Arzt.

 

Fragen Sie daher Ihren Arzt gezielt nach einem Medikament zur Behandlung von Hämorrhoiden, das die Wirkstoffe Fluocortolon-21-pivalat und Lidocain-HCl enthält.

 

Damit erhalten sie eine wirksame und qualitativ hochwertige Alternative zu den vom Markt genommenen Bufexamac-haltigen Medikamenten.

 

 

 

Patienteninformation zu Hämorrhoiden


Hämorrhoiden – Was tun?

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden, sie gehören zum natürlichen Gewebe. Jedoch hat mindestens jeder Zweite irgendwann in seinem Leben einmal Probleme mit Hämorrhoiden, wodurch wiederum auch andere Erkrankungen des Analbereichs, wie z.B. Analekzeme, entstehen können.

 

Was sind Hämorrhoiden?

Unter Hämorrhoiden versteht man ein arteriovenöses Gefäßnetzwerk. Sie befinden sich am Ende des Darms und unterstützen den Ringmuskel beim Schließen des Afters. Sobald sich der Enddarm füllt, verengt sich der innere Schließmuskel. Zur gleichen Zeit wird Druck auf die Venen (die für das Abfließen des Blutes zuständig sind) ausgeübt, und die Hämorrhoiden schwellen an und verschließen so den After. Während des Stuhlgangs entspannt sich der Muskel, das Blut fließt aus den Venen ab, die Schwellung der Hämorrhoiden geht zurück und die Entleerung des Darms kann ohne Probleme erfolgen.

 

Was sind die Ursachen für Hämorrhoidalleiden?

Es kann vorkommen, dass sich dieses Gefäßnetzwerk, das sich normalerweise über dem Schließmuskel befindet, vergrößert und verlagert. Mögliche Ursachen dafür sind Übergewicht, ungünstige Ernährungsgewohnheiten, zu starkes Pressen beim Stuhlgang, die Folgen einer Schwangerschaft und Entbindung oder eine erblich bedingte Gewebsschwäche. Man unterscheidet je nach Lage des vergrößerten Gewebes vier verschiedene Stadien von Schweregraden.

Arterie = Blutgefäß, das Blut vom Herz wegtransportiert
Vene = Blutgefäß, das Blut zum Herz hintransportiert

 

Wann sprechen wir von einem Hämorrhoidalleiden?

Ein Hämorrhoidalleiden liegt nur dann vor, wenn vergrößerte Hämorrhoiden am After Beschwerden verursachen.

 

Welche Symptome sind typisch?

Es können Schmerzen beim Sitzen sowie akute Blutungen auftreten. Außerdem zeigt sich häufig hellrotes Blut im Stuhl und am Toilettenpapier. Brennen, Juckreiz und Spuren von Stuhl in der Unterwäsche sind ebenfalls typische Symptome. Da andere Erkrankungen auch zu derartigen Beschwerden führen können, ist es in jedem Fall ratsam, dies durch den Arzt abklären zu lassen.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten existieren?

Um Schmerzen, Juckreiz und Entzündungen zu lindern, können Salben und Zäpfchen verwendet werden. Auch sind beruhigende Cremes und Lotionen hilfreich. Akutes und besonders heftiges Bluten muss behandelt werden. Wenn die Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten oder wiederholt auftreten, ist - je nach Schweregrad - eine der folgenden Behandlungsmethoden unabdingbar: Ausbrennen, Ligatur oder ein operativer Eingriff.

In vielen Fällen kann das Hämorrhoidalleiden ohne aufwändige Operationsverfahren erfolgreich behandelt werden.

 

Was kann man zusätzlich tun?

Viel Bewegung, Sport, Gewichtsabnahme, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und ballaststoffreiche Kost helfen. Dagegen sollte zu starkes Pressen während des Stuhlgangs und zu langes Sitzen auf der Toilette vermieden werden. Nach dem Stuhlgang sollte die Afterregion mit Wasser gesäubert und anschließend sorgfältig abgetrocknet werden.

 

Eine Information der Firma Intendis GmbH

  

» Patienteninformation zu Hämorrhoiden als pdf zum Ausdrucken